Heft Nr. 209, Mai 1930

Modeabbildungen aus der deutschen Illustrierten Modenschau Nr. 209 vom Mai 1930. Herausgegeben vom Verlag Gustav Lyon, Berlin.

Seiten insgesamt: 64 (20 online)

Format: 23,0 x 30,5 cm / 9,06 x 12,01 in


Titelseite der deutschen Illustrierten Modenschau Nr. 209 vom Mai 1930.
Zeichnung: „Ga.“
V.l.n.r.: Jugendliches Kleid aus farbig gemustertem Crêpe de Chine mit einfarbiger Aufschlag- und Kragengarnitur.
Elegantes Réunionkleid aus gemustertem Georgette mit großem, rund geschnittenen Volant und schmalem Gürtel.
Nachmittagskleid aus gemustertem Chiffon mit zipfeligem Rock und einer Ausschnittblende, die in einer Schleife endet.
Fotos: Joel Feder.
V.l.n.r.: Großgemustertes Crêpe de Chine ist der Stoff für das linke Gesellschaftskleid. Tiefe interessant gestaltete Rückenpartie. Das Kleid fasst eng um die Taille.
Crêpe de Chine findet auch beim 2. Kleid für den Hochsommer Verwendung. Plissierter Stoff ziert die Volants und den Schulterkragen.
Gemusterter Wollstoff für Rock und Jacke sowie Crêpe de Chine für die Bluse bilden das interessante Ensemble rechts unten. Der Ausschnitt wird durch ein Garniturteil verschönt.
Fotos: Joel Feder.
„Einfachheit ist das typische Merkmal der Sommerkleider“
V.l.n.r.: Sportliches Kleid aus Wollstoff bestehend aus Leibchenrock und Batistbluse sowie ein Vormittagskleid aus Jersey mit Pattenblende und abstechender Zackenborte am Ausschnitt.
Danach folgen ein Sommerkleid aus gemusterter Kunstseidenvoile mit Plisseevolant am Ausschnitt und Glockenvolant sowie ein Kleid aus karierter Waschseide mit Volantrock, der durch ausspringende Biesen eingeengt wird.
„Zweckmäßige Kleidung für Reise und Wanderungen“
Links zeigt sich ein praktisches Kostüm aus kariertem Wollstoff mit Gürteljacke mit aufgesetzten Taschen.
Ein Reise-Ensemble aus blaugestreiftem Wollstoff mit seitlichen Blendenverzierungen sowie ein „jugendliches“ Ensemble, welches aus gestreifter und einfarbiger Rohseide kombiniert ist.
Ein praktisches Reise-Ensemble aus Wollstoff bestehend aus Rock, Mantel und Cape präsentiert sich als letztes. Die passende Bluse (Abb. oben rechts) ist aus Waschseide.
„Schal und Pelerine sind das charakteristische Beiwerk des Reisemantels“
V.l.n.r.: Elegantes Complet aus gemustertem Crêpe de Chine. Lange Schalenden am Mantelkragen.
Reisemantel aus gestreiftem Wollstoff mit einem Schal, der durch Einschnitte am Kragen geleitet ist.
Regenmantel aus imprägniertem Wollstoff mit Passe und Pattenverzierung.
Als letztes folgt ein Reisemantel mit hochgestelltem Reverskragen und Cape aus Tweed.
„Der unentbehrliche Touristenanzug für die Gebirgsreise“
Links ein Sportkostüm aus Loden (ein grober Wollstoff) mit Knöpfrock unter dem eine Knickerbockerhose getragen wird (siehe oben links). Der Knöpfrock kann wahlweise auch als Cape getragen werden.
Zwei Regenmäntel aus Loden werden in der Mitte zur Schau gestellt. Der Regenmantel links zeigt Raglanärmel und schräg eingesetzte Taschen, der Regenmantel rechts besitzt eine anknöpfbare Kapuze.
Die Gürteljacke des Sportkostüms (4. Modell) weist ein schmales Revers auf und besitzt angeknöpfte Blenden. Wollstoff ist das verwendete Material.
„Zum Weekend in flotter Matrosenkleidung“
Freizeit- und Sportkleidung im Matrosenstil anno 1930: zwei Sportcomplets aus Leinen und Pikee (links), ein Anzug aus Ripsleinen sowie ein „fescher“ Anzug, bestehend aus weißem Ripsleinen und einer blauen Drellbluse mit Matrosenkragen.
„Vor Beginn des Tennisturniers“
Ärmellose, weiße Sport- und Tenniskleider aus Toile de soie, Crêpe de Chine, Waschrips und Honanseide. Gegenfalten, Faltenteile und glockig geschnittene Röcke geben genug Freiheit für große Ausfallschritte und schnelle Bewegungen.
Ensemble, Complet und Reiseensemble.
Mantel und Blusenanzug ergeben das Ensemble aus kariertem Wollstoff, welcher auch mit Mantelkleid (in klein links unten) getragen werden kann.
Das Complet in der Mitte besteht aus einem Kleid aus Bastseide mit Pliseerock, das mit einer karierten Wollstoffjacke vervollständigt wird.
Rock und Jacke aus leichtem, kariertem Tweed sowie blaues Tuch für die Weste ergeben zusammen ein außerordentlich elegantes Reiseensemble. Der glockige Rock ist zusätzlich mit Godets versehen, die die Weite des Rockes noch erhöhen.
Auch Trachtenmode ist 1930 beliebt.
Die Dirndlkleider im Hintergrund sind aus kariertem Waschstoff, schwarzem und rosa Spenzer und blau-bunt geblümter Traviséseide. Die Dirndlkleider bestehen aus geknöpften Taillen mit Schößchen (abstehender Hüftvolant) und Schürzen.
Das Kleid im Vordergrund besteht aus blauer, farbig gemusterter Traviséseide und ist mit einem weißen Batistkragen versehen. Ein Blütentuff bildet den Kragenabschluss.
V.l.n.r.: Complet, Hochsommerkleider und ein Bolerokleid.
Das Complet ist aus Seidenmarocain gefertigt und wird mit kleinen rostroten und schwarzen Stickereien an Jacke und Oberteil belebt. Ein Rock mit Faltenansatz gibt Bewegungsfreiheit.
Die verwendeten Stoffe der weißten Hochsommerkleider in der Mitte sind Voile und Waschseide mit kleinen Stickereien. Ausschnittblende und Glockenvolant kennzeichnen das 1. Kleid.
Ripsleinen ist der Ausgangsstoff für das Bolerokleid, das mit effektvollen Stickereien bereichert ist.
Sommer- und Strandmode für 1930: Strandensembles, Complets und ärmellose Kleider für die Strandpromenade werben um die Gunst der Dame für heiße Tage.
Die verwendeten Stoffe von links nach rechts: Wollflausch, Waschseide, Wollrips, Seide, Crêpe de Chine, Traviséseide und Toile de Soie.
Das Complet (2. Modell) ist mit Stickereimotiven und Zackenborte am Rockvolant und an der ärmellosen Jacke angereichert. Das gelbe Promenadenkleid (4. Modell) ist mit bogenförmiger Spitze besetzt, während das rosa Hochsommerkleid (5. Modell) durch weiße Plattstichstickerei bereichert wird. Die verschiedenen Teile werden durch eine Stäbchenhohlnaht miteinander verbunden.
Sommer- und Strandmode für 1930: Strandensembles, Complets und ärmellose Kleider für die Strandpromenade werben um die Gunst der Dame für heiße Tage.
Die verwendeten Stoffe von links nach rechts: Wollflausch, Waschseide, Wollrips, Seide, Crêpe de Chine, Traviséseide und Toile de Soie.
Das Complet (2. Modell) ist mit Stickereimotiven und Zackenborte am Rockvolant und an der ärmellosen Jacke angereichert. Das gelbe Promenadenkleid (4. Modell) ist mit bogenförmiger Spitze besetzt, während das rosa Hochsommerkleid (5. Modell) durch weiße Plattstichstickerei bereichert wird. Die verschiedenen Teile werden durch eine Stäbchenhohlnaht miteinander verbunden.
Bademode. Der grüne Bademantel aus Frottierstoff zeigt große Blüten. Dunklerer Stoff bildet den Schalkragen und den Volant. Auch für den 2. Bademantel in Blau wird Frottierstoff verwendet. Weißer Stoff wird für den bauschigen Kragen, die großen Ärmelaufschläge und die Tasche gebraucht.
Im Vordergrund befinden sich ein schwarzer Badeanzug aus Milanaise mit weißer Garnierung und ein weißer Badeanzug aus Trikotstoff, der aus einem kurzen Höschen und einem Kasak besteht. Japanische Schirme in bunten lebendigen Farben waren bereits in den 20ern sehr in Mode.
Bedruckte Waschseide - für die ersten beiden Modelle - und gemusterte Kunstseide finden für diese Sommerkleider Verwendung.
Das 1. Kleid, das mit der passenden Jacke (unten Mitte) getragen werden kann, wird mit Plisees an Saum und Ärmeln verziert. Seitliche Faltengruppen zieren das mittlere Modell. Als letztes folgt das Promenadenkleid mit einem großen ellenbogenlangen Cape, das in der Front verknotet wird. Dieses Kleid kann aber auch ohne Cape getragen werden.
Elegante Abendkleider für den Hochsommer aus getupfter Georgette, fliederfarbenem Tüll und pastellfarbenem bedrucktem Taft.
Das erste Kleid mit tief angesetztem Glockenrock ist besonders für Gartenfeste und Réunions geeignet. Die passende Abendjacke präsentiert sich mit rund geschnittenen Volants. Das mittlere Kleid wird durch ein Cape und die doppelte Verarbeitung des Stoffes für Blenden charakterisiert. Ungleich lange Glockenvolants und eine seitliche Raffung an der Taille geben dem rechten Abendkleid die besondere Note.
Ungleichmäßig lange, glockige Rocksäume sind in der Abendmode des Jahres 1930 noch sehr oft anzutreffen. Im Verlauf des Jahres erreicht der Saum des Abendkleides vollständig den Boden.
„In Wind und Wetter richtig angezogen“
Elegante Regenmäntel aus gummiertem Crêpe de Chine, mittelfarbiger Gabardine und großkariertem Taft bringen trocken durch einen Sommerschauer.
Gürtelartige Blenden können verwendet werden, um die Ärmel des ersten Mantels zu zuschnüren. Aufgesetzte Taschen und breite Ärmelaufschläge finden sich an den letzten beiden Modellen.
Vorlagen für das Besticken von Kissen und einer Herrenzimmerdecke mit interessanten, lebendigen Motiven.
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