Heft Nr. 214, Oktober 1930

Modeabbildungen aus der deutschen Illustrierten Modenschau Nr. 214 vom Oktober 1930. Herausgegeben vom Verlag Gustav Lyon, Berlin.

Seiten insgesamt: 64 (20 online)

Format: 23,0 x 30,5 cm / 9,06 x 12,01 in


Titelseite der deutschen Illustrierten Modenschau Nr. 214 vom Oktober 1930.
Zeichnung: „Ga.“
Links: Besuchskleid aus dunkelfarbigem Wollgeorgette, das durch einen hell abgefütterten Schal belebt wird. Drei Formvolants bilden den Rock.
Mitte: Nachmittagskleid aus dunkelblauem Marocain und elfenbeinfarbigem Crêpe de Chine Besatz. Der Glockenrock ist hinten effektvoll verlängert.
Rechts: Winterkleid aus flaschengrünem Wollmarocain und champagnerfarbener Georgettegarnitur. Zwei flache Volants werden vorne am Rock durch eine schmale Bahn unterbrochen.
Fotos: Joel Feder.
Links: Wintermantel aus Velours de laine und Waschbärbesatz. Weit übereinander tretender Schnitt der mittels eines Stoffgürtels zusammengehalten wird.
Mitte: Kleid aus Phantasie-Tweed mit einfarbiger Materialgarnierung. Interessante Schnitteffekte gehen am Rock in tiefe Falten über.
Rechts: Kostüm aus tabakfarbenem Wollstoff mit Stepperei. Fuchspelz garniert den Kragen. Eine helle Bluse Crêpe de Chine tritt hervor.
Fotos: Joel Feder.
Anspruchslose Tages- und Straßenkleider aus Crêpe Caid (erstes und drittes Kleid), Popeline und Wollmarocain.
Aufgesetzte Blenden, eine Pikeeweste mit Zackeneffekt und ein Glockenrock mit eingelegten Tollfalten kennzeichnen das zweite Kleid, während glockige Seitenbahnen den Rock des folgenden Kleides erweitern.
Wintermäntel für Damen aus gemustertem Wollstoff, braunem Duvetine (Halbseidengewebe mit flaumartiger Oberfläche), grobem Tweed und gestreiftem Wollstoff.
Alle Mäntel zeigen pelzverbrämte Kragen und Ärmelaufschläge. Entweder haben die Mäntel keine Taschen (Modelle 1 und 2), aufgenähte Taschen (Modell 3) oder eingesetzte Taschen. Dem zweiten Mantel ist der Gürtel angeschnitten.
Praktische Kostüme aus Wollrips, grünem Velours de laine, englischem Wollstoff und tabakbraunem Wollrips.
Die erste Jacke zeigt blonden Pelzbesatz während die zweite dreiviertellange Jacke mit „Nutria-Kanin“ (Bieberratte und Kaninchen) verbrämt ist. Die aufgesetzten Taschen sind unterschiedlich verarbeitet. Die Kostümjacke rechts außen wird auf einer einreihigen Knopfleiste geschlossen. Seitliche Faltengruppen und eingearbeitete Falten geben Bewegungsfreiheit.
Nachmittagskleider aus Crêpe de Chine Stoffen und Wollgeorgette (letztes Kleid).
V.l.n.r.: Kleid mit Boleroeffekt, schmalem Pliseekragen und rund geschnittenen Volants an den Ärmeln. Das zweite Kleid zeigt einen weißen Seidenkragen und ebenfalls einen rund geschnittenen Volant über dem Glockenansatz. Das dritte Kleid zeigt vorne übereinander greifende Volants und am Ausschnitt eine helle Bandschleife. Effektvoll angeordnete Biesengruppen zieren das letzte Kleid.
Herbst- und Bolerokleider aus rotem Veloutine, farbig gemustertem Wollstoff, braunem Woll-Georgette und grünem Wollstoff.
Das rote Modell wird durch eine auffallende weiße Seidengarnitur belebt. Die Faltenteile des Rocks sind bogenförmig der Hüftpasse aufgesetzt. Dagegen sind dem Rock des braunen Kleides zackenförmige Godets eingearbeitet. Ein Fichukragen aus weißer Seide mit Spitze ziert den Ausschnitt.
Elegante Nachmittagskleider und ein grünes Besuchskleid die allesamt aus Velours-Chiffon gearbeitet sind. Die besonders glockig gearbeiteten, wadenlangen Röcke werden bei den ersten beiden Kleidern durch Godets erweitert oder durch Biesen und Teilungen verschönert. Die Taille der mittleren Modelle ist gerafft, die anderen zeigen einen schmalen Gürtel.
Kleider für junge Mädchen („Jungmädchenkleider“) aus Veloutine, Woll-Crêpe de Chine, Woll-Georgette, Seidenmarocainkrepp und Wollrips. Weiße Crêpe de Chine Garnituren zieren die Ausschnitte und Ärmel. Seitliche Faltengruppen (erstes Kleid) und eine Gegenfalte im Glockenansatz (drittes Kleid) erweitern die Röcke.
Bolerokleider sind 1930 auch für junge Damen besonders beliebt (letzte zwei Modelle).
Doppelseite mit herbstlichen Kleidern, Jacken, Mänteln und Kostümen.
V.l.n.r.: Promenadenkleid und eine mit Nutria (Bieberratte) besetzte Jacke aus Wollstoff.
Herbstkostüm aus marineblauem Wollrips mit geschweifter Jacke, Weste aus Seidenrips und einem Rock mit Tollfalten.
Completmantel aus Wollstoff mit Cape und Pelzkrawatte, der das folgende Kleid aus gleichem Stoff komplettiert.
Kleid und passender Mantel aus Tweed. Ziersteppereien krönen den Mantel.
Kleid aus fein gestreiftem Wollstoff mit abgestuftem Tressenbesatz. Der dazu harmonierende Tuchmantel wird von einem Schalkragen aus Kaninchen aufgewertet.
Doppelseite mit herbstlichen Kleidern, Jacken, Mänteln und Kostümen.
V.l.n.r.: Promenadenkleid und eine mit Nutria (Bieberratte) besetzte Jacke aus Wollstoff.
Herbstkostüm aus marineblauem Wollrips mit geschweifter Jacke, Weste aus Seidenrips und einem Rock mit Tollfalten.
Completmantel aus Wollstoff mit Cape und Pelzkrawatte, der das folgende Kleid aus gleichem Stoff komplettiert.
Kleid und passender Mantel aus Tweed. Ziersteppereien krönen den Mantel.
Kleid aus fein gestreiftem Wollstoff mit abgestuftem Tressenbesatz. Der dazu harmonierende Tuchmantel wird von einem Schalkragen aus Kaninchen aufgewertet.
Tanzkleider für junge Mädchen aus grüner Seide, altrosa Crêpe de Chine, gelbem und rostrotem Crêpe-Satin, die zum Teil mit Spitzenstoff kombiniert sind (Modelle 1 & 2).
Glockenröcke, Volants im Schoßbereich und überfallende Garniturteile (Kleid in Altrosa) sind an allen Kleidern zu finden. Schleifen in verschiedenen Größen und Blütentuffs dienen als Garnierung.
Abendmode 1930. Abendkleider aus schwarzem Crêpe-Satin, braunem Lindener Velours-Chiffon, gelbem, gemustertem Chiffon und mittelblauem Crêpe de Chine.
Das erste Kleid zeigt einen Tollfaltenrock und rosa Blenden. Die Vorderteile des nächsten Kleides greifen vorne übereinander. Das Kleid hat einen Stufenrock und einen Brokateinsatz am Ausschnitt.
Ein Glockenvolant bereichert das vorletzte Modell, während das letzte Kleid seitliche Verlängerungen und eine rosa Bandschleife am Jäckchen aufweist.
Nachmittagskleider aus Crêpe de Chine, Samt, Lindener Velours und Wollgeorgette. Die weißen und écrufarbenen Garnituren (Ausschnitte, Jabots, Ärmelaufschläge, Lätzchen, Manschetten) sind aus Crêpe de Chine.
Der Rock des ersten Kleides ist kaskadenartig angelegt, die Hüftpasse des zweiten Kleides hält die Taillenraffung. Die Hüftpasse des vierten Kleides ist mit Formblenden versehen, die optisch mit der Bolerotaille gut harmonieren.
Kleidchen für kleine und ältere Mädchen von 2 bis 14 Jahren aus Wollstoff, Taft, Wollkrepp, Kasha, Noppentweed und Wollrips.
Unter den Kleidchen befinden sich z.B. Schulkleidchen (links außen, drittes Kleid von rechts) und Hängerkleidchen für die ganz Kleinen (die beiden Kleidchen links unten).
Hochzeitskleider aus Crêpe de Chine (beide Modelle rechts) und Kleider für die Brautmütter aus Crêpe Georgette über Seide und Georgette über Crêpe Satin.
Perlstickereien garnieren dezent die Kleider der Brautmütter. Dem ersten Rock ist eine glatte Vorderbahn eingearbeitet, dagegen ist dem zweiten Kleid eine Seitenbahn an der Hüftpasse angeschnitten.
Das erste Brautkleid zeigt einen seitlich ansteigenden Stufenrock, das andere Kleid zwei zipfelige Garniturteile am Rock und Smokstickerei an der Taille.
Zwei Blusen aus Seide und Georgette, eine Kasakbluse (links oben) aus Marocainkrepp, eine Hemdbluse aus Bastseide (links unten) und zwei Blusenröcke aus Wollstoff und Tweed.
Die Blusen sind mit Garniturteilen aus teilweise farblich abstechenden Materialien gearbeitet.
Zwei Morgenröcke (links und rechts außen) und zwei Hauskleider.
Der erste Morgenmantel für die Dame ist aus grünem Flausch und zeigt einen tiefen Schalkragen. Taschen-, Kragen- und Ärmelgarnitur bestehen aus gemusterter Seide. Der zweite Morgenmantel ist aus gelbem Flanell mit weißen Bogenblenden als Garnierung. Seitlicher Bindeschluss.
Die Hauskleider sind aus braunem Kasha und gestreiftem Flanell.
Zwei Vorschläge für Kissenstickereien mit stilisierten Blütenmotiven. Eine runde Decke (1 m Durchmesser) mit Woll- und Seidenstickerei. Seidenfransen bilden den Abschluss. Mit Kreuzstickerei verzierte Tischdecke (120 x 120 cm) mit Borte und Häkelabschluss.
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