Hänsel-Echo, Heft Nr. 6, 0 1929

Herrenmode aus der Herbst/Winter Ausgabe des Firmenmagazins Hänsel-Echo Nr. 6 von 1929-30.

Seiten insgesamt: 16 (vollständig online)

Scanformat: 23,4 x 30,8 cm / 9,21 x 12,13 in

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16 Seiten

S. 1

Titelseite der Herbst/Winter Ausgabe des Firmenmagazins Hänsel-Echo Nr. 6 von 1929. Zeichnung/Illustration: Harald Schwerdtfeger (1888-1956).

S. 2

Artikel: Henschke, Bruno, Und weiter vorwärts. Dem Beitrag zur Vergrößerung und Erweiterung sind unten zwei Fotografien beigefügt. Die Bildunterschriften lauten „Frühjahr 1929. Erweiterungsbau der Kettzwirnerei im Werk II“ sowie „Sommer 1929. Neubau der Kettzwirnerei fertig. Erweiterungsbau der Roßhaarzwirnerei. 17 m x 72 m“.

S. 3

Artikel: Henschke, Bruno, Die Mode für Herbst und Winter 1929/30. Ein Modebrief. Hänsel-Echo Mitteilungsblatt an die Hänsel-Freunde. Verlag Hänsel & Co./Roßhaar-Zwirnerei und Weberei/Forst (Lausitz).

S. 4

Artikel: Henschke, Bruno, Die Mode für Herbst und Winter 1929/30. Ein Modebrief. Wichtigster Bestandteil der Herrengarderobe ist der Sakkoanzug. Die modische Silhouette des Sakkos im Herbst 1929 zeigt sich in breiten Schultern, die nicht eckig, aber auch nicht rund gepolstert sind, in einer gut betonten Taille und gleitenden Hüften. Die Revers sind gerade oder steigend, stets aber weit ausladend, gearbeitet. Die Brusttasche - für Stecktücher - ist schräg eingeschnitten. Ob der Herr lieber einen Einreiher oder einen Zweireiher trägt ist seinem persönlichen Geschmack überlassen. Kammgarne, glatt, gemustert oder angeraut, feste und lockere Gewebe wie Saxons, schwere Gabardine und Cheviots sind die bevorzugten Stoffe der Saison. Karos, Punkte, Sprengel, Melangen, Figurendessins und Steifen in ausgesprochen kleinen Musterungen werden bevorzugt. Zeichnung/Illustration: Harald Schwerdtfeger (1888-1956).

S. 5

Artikel: Henschke, Bruno, Die Mode für Herbst und Winter 1929/30. Ein Modebrief. Für besondere private oder offizielle geschäftliche Besuche sowie bei kleineren Essen oder zum 5-Uhr-Tee wird der kombinierte Anzug - ähnlich dem Stresemann - getragen. Dieser besteht aus einer schwarzen Jacke, einer schwarz-weiß gestreiften oder silbernen Hose, die auf jeden Fall mit einer hellen, zweireihigen Weste getragen werden sollte. Noch festlicher wirkt natürlich der Cutaway (Bildmitte). Der Cut wird nur mit gestreifter Hose getragen. Das Jackett wird mit einem durchgeknöpften Knopf getragen. Der Schoß sollte möglichst schmal geschnitten sein und gefällig fallen; Ausnäher an Taille und Schoß geben dem Jackett eine bessere Form. Im Rücken befinden sich über der geteilten Schoßfalte zwei Zierknöpfe in Taillenhöhe. Zeichnung/Illustration: Harald Schwerdtfeger (1888-1956).

S. 6

Artikel: Henschke, Bruno, Die Mode für Herbst und Winter 1929/30. Ein Modebrief. Der Artikel wird um fünf kleine Zeichnungen die ein geschneidertes Jackenkleid, ein Kostüm und drei Herbstmäntel für Damen zeigen. Der Damenmantel unten rechts ist ein doppelreihiger Paletot.

S. 7

Artikel: Henschke, Bruno, Achselverarbeitung und Hänsel-Rosshaar. Der Beitrag wird von vier genauen Zeichnungen ergänzt, die den Zuschnitt des Hänselstoffs und die akkurate Herstellung einer Sakko-Achsel vormachen. Illustration/Zeichnung: Hänsel-Echo.

S. 8

Artikel: Henschke, Bruno, Die richtige Wattierung für Ulster und Paletot. Für den Abend sind Smoking und Frack unentbehrlich. Der Smoking ist für gewöhnlich einreihig und wird auf einem Knopf geschlossen. Ähnlich den Sakkos für den Tag sind auch hier die Revers sehr breit. Allerdings sind die Revers des Smokings und des Fracks oftmals mit glänzender Seide besetzt. Der Frack wird mit drei Knöpfen gearbeitet. Die Vorderteile stehen etwa 20 cm auseinander. Die Schöße sind so schmal und liegen so weit hinten, dass der Herr ohne Probleme die Hände in die Taschen stecken kann. Die Westen für Smoking und Frack sind meist aus Leinenbatist oder Waschleinen. Zeichnung/Illustration: Harald Schwerdtfeger (1888-1956).

S. 9

Artikel: Henschke, Bruno, Die richtige Wattierung für Ulster und Paletot. Straßenpaletots. Die Grundform des Staßenpaletot entspricht dem des Chesterfield Mantels. Er wird mit verdeckter Knopfleiste gearbeitet, unter dem drei Knöpfe sitzen. Fein melangierte Stoffe in Meltongeweben oder in nicht zu glatten Cheviots, die auch in sich gemustert sein können, werden mit Vorliebe verwendet. Zweireihige Paletots werden in dunklen Stoffen mit Seidenfutter und Samtkragen gearbeitet. Bei schlanken Figuren (erstes Paletot) kann auch ein Durchschnitt an der Taille gearbeitet werden. Zeichnung/Illustration: Harald Schwerdtfeger (1888-1956).

S. 10

Richtig und Falsch! 1. RICHTIG! Original-Hänsel wird gleich vom Stück zugeschnitten und weiter verarbeitet. 2. FALSCH! Original-Hänsel niemals einweichen, auch nicht befeuchten, abbügeln oder sonstwie selbst nachbehandeln. 3. RICHTIG! Der Plack ist u n t e r das Ganzteil pikiert. 4. RICHTIG! Die Ausnäher des Ganzteils werden vom Plack gedeckt und liegen neben den Plackausnähern, nicht über ihnen. 5. RICHTIG! Seitlicher Achseleinschnitt. Die Einschnitte laufen im Hänsel-Roßhaar den Schuß entlang. 6. RICHTIG! Achseleinschnitte von der Achsel aus. Fotos: Hänsel-Echo.

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